Informationsgesellschaft Schweiz
Am 18. Januar 2006 verabschiedete der Bundesrat seine revidierte Strategie für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz. Die Strategie wird dezentral umgesetzt. Der Interdepartementale Ausschuss Informationsgesellschaft (IDA IG) hat, unter dem Vorsitz des BAKOM, bis Ende 2008 das Mandat, die Koordination der Umsetzung zu steuern. Die im BAKOM angesiedelte Koordinationsstelle Informationsgesellschaft unterstützt den IDA IG dabei.
Engagement der Koordinationsstelle Informationsgesellschaft 2007
Der Bundesrat hat in seiner Strategie die Departemente mit der Umsetzung von drei prioritären Massnahmen beauftragt:
- die Erarbeitung einer nationalen E-Government Strategie (EFD/ISB),
- die Erarbeitung einer nationalen Strategie "eHealth" (EDI/BAG)
- und die Erarbeitung eines Konzepts zum Umgang mit elektronischen Dokumenten in der Bundesverwaltung (EDI/BAR).
Die drei prioritären Massnahmen der Strategie standen 2007 im Vordergrund der Arbeiten der Koordinationsstelle Informationsgesellschaft. Als weiterer Arbeitsschwerpunkt hat sich die Koordinationsstelle 2007 für das Thema "e-Inclusion" eingesetzt. In allen Bereichen ging es darum, sich aktiv mit den federführenden Ämtern an den Umsetzungsarbeiten der Strategie zu beteiligen, Akteure in der Schweiz zu vernetzen und thematisch gleich gelagerte Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene zu verfolgen. Bei den Umsetzungsarbeiten der Strategie wurden 2007 wichtige Fortschritte erzielt.
Fortschritte 2007 in der Umsetzung der Strategie
- Der Bundesrat hat die E-Government-Strategie am 24. Januar 2007 verabschiedet. Um die Umsetzung in Zusammenarbeit aller föderalen Ebenen anzugehen, wurde von Bund und Kantonen eine Rahmenvereinbarung aufgesetzt, die sich zurzeit bei den Kantonen in Ratifikation befindet. Die Umsetzung erfolgt unter der Obhut eines Steuergremiums Bund-Kantone unter dem Vorsitz von Bundesrat Hans-Rudolf Merz.
- Der Bundesrat hat am 27. Juni 2007 die Strategie "eHealth" Schweiz verabschiedet. Am 6. September 2007 haben Bund und Kantone die Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich eHealth unterzeichnet. Im Aufbau ist ein Steuerungsausschuss von Bund und Kantonen, dem Bundesrat Pascal Couchepin vorsitzt.
- Die Konferenz der Generalsekretäre (GSK) hat im Oktober 2007 den Bericht und Aktionsplan zum "Umgang mit elektronischen Akten, Daten und Dokumenten in der Bundesverwaltung" diskutiert und anschliessend einen Antrag an den Bundesrat vorbereitet, der diesem Anfang 2008 vorgelegt wurde.
- Auf Initiative der Koordinationsstelle Informationsgesellschaft haben sich im Jahr 2007 Vertreter öffentlicher und privater Hand zu einem "Netzwerk Digitale Integration Schweiz" zusammengeschlossen und einen nationalen Aktionsplan "e-Inclusion" - Informations- und Kommunikationstechnologien für eine integrative Gesellschaft" verfasst. Dieser nennt Handlungsschwerpunkte, Massnahmen und Projekte, die einen Beitrag zur Förderung einer Informationsgesellschaft für alle leisten sollen. Der Aktionsplan wurde der Öffentlichkeit an der Tagung "e-Inclusion" vom 28. November 2007 vorgestellt. Im Rahmen dieser Tagung fand auch die Preisverleihung des vom BAKOM ausgeschriebenen Wettbewerbs "Ritter der Kommunikation" statt, an der Bundesrat Moritz Leuenberger richtungweisende Projekte zur Minderung der Gefahr einer digitalen Spaltung prämierte.
Jahresbericht des IDA IG an die GSK 2007
Zum Stand der Informationsgesellschaft Schweiz 2007 hat die Koordinationsstelle einen Jahresbericht für den Interdepartementalen Ausschuss Informationsgesellschaft (IDA IG) verfasst, welcher der Generalsekretärenkonferenz Ende Februar 2008 vorgelegt wurde.
Bericht IDA IG 2007
Bericht des Interdepartementalen Ausschusses Informationsgesellschaft (IDA IG) an die Konferenz der Generalsekretäre, Februar 2008
Letzte Änderung: 14.03.2008 | Grösse: 544 kb | Typ: PDF