Nach dem aus Schweizer Sicht befriedigenden Ergebnis der zweiten Phase des Weltgipfels über die Informationsgesellschaft (WSIS) von Tunis 2005 beginnt nun eine neue Phase der Behandlung des allgegenwärtigen Themas des Zugangs zu Information und Wissen. In Tunis hat sich die Schweiz durch das Plädoyer des Bundespräsidenten und des zuständigen Bundesrates zu Gunsten der freien Meinungsäusserung internationale Achtung verschafft. Die Bemühungen um eine internationale Koordinierung bei Themen wie der Internet Governance müssen fortgeführt werden.
Die Verabschiedung in Rekordzeit des UNESCO-Übereinkommens über die kulturelle Vielfalt hat den gemeinsamen politischen Willen gezeigt, die Besonderheit kultureller Güter und Leistungen auszuzeichnen. So haben Medienvielfalt und öffentlicher Rundfunk, wie von der Schweiz angestrebt, auf internationaler Ebene ihre Legitimität gefunden.
Frédéric Riehl, Vizedirektor